Hintergrund sind insbesondere strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen sowie die demografische Entwicklung im Einzugsgebiet. In den vergangenen Jahren sind sowohl die Geburtenzahlen als auch die Fallzahlen deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Personal und Dienstplanung. Auch vorgegebene Mindestmengen, etwa im Bereich der onkologischen Brustchirurgie, konnten nicht erfüllt werden. Diese Faktoren machten eine Fortführung der stationären Versorgung in der bisherigen Form nicht mehr möglich.
Die Schließung erfolgt ausdrücklich nicht aus qualitativen Gründen. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hat über viele Jahre hinweg eine verlässliche und fachlich hochwertige Versorgung für die Region sichergestellt. Zahlreiche Familien wurden hier in einer besonders sensiblen Lebensphase begleitet.
„Diese Entscheidung fällt uns sehr schwer“, betont die Klinikleitung. „Unser besonderer Dank gilt den Hebammen, Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften, die mit großem Engagement, hoher Fachlichkeit und viel Menschlichkeit für unsere Patientinnen da waren und diesen Bereich geprägt haben.“
Die ambulante Versorgung bleibt weiterhin bestehen. Patientinnen können auch künftig Sprechstunden sowie ambulante Operationen in der gynäkologischen Praxis des MVZ am St. Johannes Krankenhaus wahrnehmen.
Die übrigen Kliniken und Leistungsangebote des St. Johannes Krankenhauses sind von der Schließung nicht betroffen. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in der Region wird in diesen Bereichen weiterhin in gewohnter Qualität sichergestellt.